Exkursion in das Neanderthal Museum

2020-01-21 Neanderthal-Museum Bio LK Q2 Swär
2020-01-21 Neanderthal-Museum Bio LK Q2 Swär
31. Jan 2020
Dr. Carsten Oerder

Biologie-Leistungskurse der Q2 im Neanderthal-Museum

2020-01-21 Neanderthal-Museum Steinzeitwerkstatt Bio LKs Q2 Swär
2020-01-21 Neanderthal-Museum Steinzeitwerkstatt Bio LKs Q2 Swär

Im Rahmen einer Exkursion zum Thema Humanevolution besuchten die beiden Biologie LKs der Q2 das Neanderthal Museum in Mettmann.

Zunächst nahmen wir an einem Workshop in der Steinzeitwerkstatt des Museums teil. Dort hatten wir die Möglichkeit, verschiedenste Schädel von menschlichen Vorfahren auf unterschiedliche Merkmale zu untersuchen. Diese Merkmale halfen uns, die Lebensweise der Urzeitmenschen nachzuvollziehen und ihnen ein ungefähres Alter zuzuordnen. So ist die Stelle, wo die Wirbelsäule in den Schädel mündet (Hinterhauptsloch), ein Indiz dafür, ob der Vormensch aufrecht gehen konnte oder nicht. Liegt das Hinterhauptsloch zentral im Schädel, so kann man davon ausgehen, dass der Vormensch einen aufrechten Gang hatte. Das Hirnvolumen gibt unter anderem Aufschluss darüber, wie alt eine Art ist. So nahm das Hirnvolumen mit der Zeit immer mehr zu, bis zu uns, dem Homo sapiens, der ein Hirnvolumen von 1200-1450 cm3 hat. Die Ausnahme bildet dabei der Neanderthaler, der im Gegensatz zu uns ein größeres Hirn hatte. Das Hirnvolumen gibt ebenfalls Aufschluss über die Intelligenz, das Sozialverhalten und die Sprache der jeweiligen Art. Des Weiten untersuchten wir den Kiefer der Arten und stellten fest, dass ältere Arten einen u-förmigen Kiefer, wir aber einen v-förmigen Kiefer haben. Die Zähne zeigten uns auch, ob es sich um Pflanzen- oder Fleischfresser handelte. Dies waren nur einige Beispiele für Merkmale, die wir untersucht haben. So war es schon faszinierend, was einzelne Schädel über die verschiedenen Umstände auf der Erde, die zu dieser Zeit herrschten, aussagen können, auch wenn diese bis zu mehrere Millionen Jahre zurückliegen…

In der zweiten Hälfte der Exkursion besuchten wir dann das eigentliche Museum. Dort konnte man einen Eindruck davon bekommen, wie die unterschiedlichen Arten damals gelebt haben und wie die Urzeitmenschen, deren Schädel wir zuvor untersucht haben, wirklich aussahen. Dies bildete nochmal eine gute Ergänzung zu unserem Workshop und half uns die Evolution der Menschen noch besser zu verstehen. 

Sophia Ciolek